Moodboard

Ziel
Die visuelle Entwicklung und anmutende Ausrichtung eines Projektes sowie dessen Vermittlung gegenüber dem Kunden kann mit einem Moodboard unterstützt werden. Dafür werden abstrakte Begriffe und Ideen in greifbare Beispiele gewandelt [2].

 Voraussetzungen
Grundsätzlich bedarf es zur Erstellung eines Moodboards lediglich gängigen Bild- und Stoffmaterials (Zeitschriften, Poster, Postkarten, Materialproben, Farbmuster, etc.), Bearbeitungsmaterialien (Schere, Klebstoff, Stifte, etc.) sowie geeigneter Befestigungsobjekte (Tafel, Pins, Magnete, etc.) [2]. 

Erklärung
Das Moodboard dient der Visualisierung von Ideen. Ggf. unter Berücksichtigung der CI und dem Styleguide soll die Anmutung des späteren Produktes auf die zielgruppenspezifischen Eigenschaften und Bedürfnisse ausgerichtet werden [3]. In der Designphase wird eine Collage erstellt, die eine Grundlage für die weitere Gestaltungsaufgabe schafft. Dazu werden verschiedenste Objekte gesammelt, z. B. Farbharmonien, Designelemente, Typografien, Muster, Illustrationen, Texturen, Bilder, Skizzen, Fotos, Schlüsselworte und vieles mehr, mit dem Ziel die Emotionen und die Atmosphäre zu visualisieren. Die Methodik kann für jede Art von Gestaltungsaufgabe angewendet werden: von Websites über Einrichtungen bis hin zu Konsumgütern oder Mode [2].

Vorgehen
Die Kernaussage der Produktidee wird notiert. Es ist zu entscheiden, in welcher Form das Moodboard angelegt wird: analog oder digital mittels Software bzw. Online-Tools. Erste Inspirationen werden gesammelt. Dabei ist auf Vielfältigkeit und Detailreichtum wertzulegen. Im Mittelpunkt steht die Visualisierung. Trotzdem sollte ein Moodboard möglichst viele Sinneseindrücke abdecken. Anschließend werden die Elemente geclustert und in ein übersichtliches Layout gebracht. Dadurch kann ein roter Faden herausgestellt werden: Gibt es Objekte, die in den Vordergrund treten? Wie können sie sinnvoll mit dem Produkt verknüpfen werden? Mittlerweile als unpassend erscheinende Objekte werden aussortiert, wodurch die Idee differenziert weiterentwickelt wird [2].

Grenzen und Alternativen
Wenn Moodboards auch zur ästhetischen Kommunikation mit dem Auftraggeber genutzt werden – sie bilden die Stimmung der Entwickler, nicht aber die der Kunden ab. Eine Lösung wäre, Collagen in einer Kreativ-Runde direkt vom Kunden erstellen zu lassen. Diese können als Aufhänger für das teaminterne Moodboard sowie zur Diskussion genutzt werden [1]. Bei der Methode ist keine Eindeutigkeit gegeben. Sie zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, welcher Weg eingeschlagen wird, hängt jedoch von den Entwicklern ab [3]. In technik-dominierten Teams kann es zu Skepsis kommen, da die Methode stark künstlerisch ausgerichtet ist. Alternativ zum Moodboard können kreative Brainstormings durchgeführt werden. Dabei darf jedoch die Zielgruppenassoziation nicht vergessen werden.

Literaturverzeichnis
[1] designkit.org: Collage. URL http://www.designkit.org/methods/25 – Überprüfungsdatum 2019-01-06
[2] Kleine Wieskamp, Pia: Was hat eine Story mit einem Moodboard zu tun? URL https://story-baukasten.de/was-hat-eine-story-mit-einem-moodboard-zu-tun/. – Aktualisierungsdatum: 2018-05-07 – Überprüfungsdatum 2018-12-27
[3] Stapelkamp, Torsten: Web X.0 : Erfolgreiches Webdesign und professionelle Webkonzepte. Gestaltungsstrategien, Styleguides und Layouts für stationäre und mobile Medien. Berlin : Springer, 2010 (X.media.press)

Zurück